Verein für roma in Sachsen                  O Klubi E romenge taro sachsen




Aktuelles:

Lieber Herr kretschmer - Wir brauchen eine verbindliche Zusammenarbeit in Sachen!

Unser Brief an den sächsischen Ministerpräsidenten:

In Sachsen laufen derzeit Koalitionsgespräche zur Bildung einer neuen Regierung. Leider haben auch hier die Rechtspopulisten bei den Wahlen am 01.09. viel zu viele Stimmen bekommen und fühlen sich somit bestärkt in ihrer Meinung und ihrem Verhalten. Um so wichtiger ist es, dass auch wir Roma und Sinti - oftmals Zielscheibe und Opfer von Rassismus und Diskriminierung - stark bleiben und weiter gestärkt werden. Aus diesem Grund haben wir auch an den sächsischen Ministerpräsidenten geschrieben und ihn ihn aufgefordert uns in Sachsen in der Zukunft sichtbarer und offensichtlicher zu stärken und zu unterstützen. Wir wünschen uns eine offene und kontinuierliche Zusammenarbeit mit der sächsischen Regierung und einen Staatsvertrag, wie er auch schon in den meisten anderen Bundesländern existiert. Hier könnt ihr unseren Brief lesen:

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Kretschmer,

ich schreibe Ihnen in Vertretung für alle Mitglieder von Romano Sumnal e.V. - Verein für Roma-Kulturvermittlung und politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Romaaktivismus.

Romano Sumnal e.V. (übersetzt: Welt der Roma) ist die einzige in Sachsen existierende Selbstorganisation von Roma und Sinti. Wir haben unseren Verein in Leipzig im Jahr 2013 gegründet und konnten seit dem sehr viel für Roma und Sinti in ganz Sachsen erreichen. Durch die Projektförderung der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ und der Richtlinie Integrative Maßnahmen des Freistaats, konnten wir in den vergangenen zwei Jahren sogar insgesamt fünf hauptamtliche Mitarbeiter einstellen.

Wir arbeiten als Selbstvertretung der Roma und Sinti in allen für unsere Minderheit relevanten Bereichen. Wie zum Beispiel in: Kultur und Geschichte, Aufklärung und Antidiskriminierung, Aufarbeitung der NS-Vergangenheit, Bildungsarbeit, Jugendhilfe und Soziale Arbeit.

Seit April 2018 haben wir unseren Hauptsitz in Leipzig Grünau. Hier findet unser Vereinsleben statt, von hier aus werden unsere Projekte und Aktivitäten koordiniert.

Die Räumlichkeiten bieten Möglichkeit zum Treffpunkt für Roma und Sinti aus ganz Sachsen, wir bieten dort Beratung und Hilfe für Menschen in Not an, wir organisieren Angebote für Kinder und Jugendliche und nutzen die Räumlichkeiten ebenfalls als Ort für Veranstaltungen und Seminare für die Mehrheitsgesellschaft. Daneben arbeitet eine unserer Mitarbeiterinnen seit 2018 in Dresden, sie betreut und berät Roma in schwierigen Lebenslagen in Dresden, ist Ansprechpartnerin für die Stadt, Schulen, Sozialarbeiter und viele andere Akteure. Im Sommer diesen Jahres konnten wir ein weiteres Büro in Torgau eröffnen, wo wir in erster Linie in den Bereichen soziale Hilfe und Antidiskriminierungsartikel tätig sind. Daneben sind wir Sachsenweit aber auch Ansprechpartner für die Mehrheitsgesellschaft für Menschen, die sich über Roma und Sinti informieren möchten, sich treffen möchten und uns unterstützen möchten oder selbst Hilfe und Unterstützung für Ihre Arbeit suchen. Wir recherchieren mit lokalen Akteuren zur Vergangenheit der Roma und Sinti in ganz Sachsen, um die Spuren unserer Vorfahren hier wieder zu finden,Verbrechen der Vergangenheit aufzudecken und Gedenken zu schaffen.

Romano Sumnal e.V. ist sehr vielseitig und sachsenweit aktiv, wir wurden bereits für unsere Engagement ausgezeichnet, so konnten wir zum Beispiel 2016 die Auszeichnung „Botschafter für Demokratie und Toleranz“ des BfDT erhalten, im Jahr 2018 den sächsischen Förderpreis für Demokratie. Wir stehen daneben in engem Austausch mit dem Zentralrat der Sinti und Roma und vielen anderen Sinti und Roma Organisationen in ganz Deutschland und in den Nachbarstaaten, wie Polen und Tschechien. Derzeit sind wir dabei einen sachsenweiten Landesverband der Roma und Sinti zu schleißen, am Vorbild der Landesverbände anderer Bundesländer.

Um Engagement für Sinti und Roma ernsthaft und nachhaltig zu gestalten, bedarf es aber auch einer guten Zusammenarbeit mit der Landesregierung. Aus diesem Grund möchten wir gerne mit Ihnen in Kontakt treten und würden uns sehr freuen, wenn Sie Zeit für uns finden würden.

Es gibt sehr viele gute Vorbilder für eine gelungene Zusammenarbeit mit Sinti und Roma auf Landesebene, so konnte zum Beispiel in unserem Nachbarfreistaat Thüringen im Jahr 2017 ein Staatsvertrag geschlossen werden. Wir denken dass der Beginn der neuen Legislaturperiode auch ein guter Start in einen gemeinsame Zusammenarbeit der Minderheitenvertretung der in Sachsen lebenden Sinti und Roma mit dem sächsischen Freistaat wäre und würden uns sehr freuen, mit Ihnen darüber zu sprechen. Ebenso sehr würde es uns freuen wenn die Unterstützung der Sinti und Roma in Sachsen auch im gemeinsamen Koalitionsvertrag mit SPD und Grüne festgeschrieben werden kann.

Gerne laden wir Sie zu einer Besichtigung unserer Räumlichkeiten in Leipzig oder in Torgau ein. Einen ersten Einblick, können Sie sich bereits in dem unten verlinkten Video machen, welches unsere Jugendlichen in Leipzig selbst gedreht haben machen.

Mit freundlichen Grüßen

Gjulner Sejdi

Romnao Sumnal e.V.

Video:Romano Sumnal e.V. - Wir zeigen, wer wir sind!

 

https://www.youtube.com/watch?v=4204USQA3eE


Romano sumnal jetzt auch in torgau

Ab 01.Juli.2019 sind wir auch in der Stadt Torgau vertreten, und Unterstüzen die Roma Community.  Gefördert wird unser Büro und die Arbeit dort im Rahmen unseres Projekts Amari Phurt - Unsere Brücke  in Sachsen

 

Unsere Adresse in Torgau ist:

Platz der Freundschaft 2 04860 Torgau

Termine nach Vereinbarung.

Tel.  017645977654

E-Mail: romano-sumnal-torgau@web.de



Hier ein kurzer Einblick, was wir in den letzten Jahren so veranstaltet haben:

Unsere Theatergruppe RomaTheater Leipzig führte das Theaterstück "Manglaripe - der Heiratsantrag im Juni 2018 im Ostpassagetheater in Leipzig auf und hatte viel Erfolg, wir planen immer noch an weiteren Aufführungen aber leider ist dass nicht immer so einfach, wenn daneben viele andere wichtige Dinge, wie zum Beispiel Arbeit, Schule Ausbildung, Famile und die Sicherung des Aufenthalts einiger Mitglieder geschehen müssen. Bald werde wir aber wieder für euch auf der Bühne stehen.

Im Rahmen unserer Projekte WISSEN MACHT STARK - gefördert durch die Stiftung Erinnerung Verantwortung und Zukunft  -EVZ  und ROMA IN SACHSEN. ROMA ANO SACHSEN - gefördert im Rahmen der Richtlinie Integrative Maßnahmen des Freistaates Sachsen  - konnten wir seit 2017 viel erreichen.  Im Rahmen von   WISSEN MACHT STARK  konnten wir Junge Roma aus Leipzig stärken und auf Ihrem Weg in Schule Ausbildung und Arbeit unterstützen. Bei ROMA IN SACHSEN. ROMA ANO SACHSEN sind wir  noch bis Ende des Jahres in ganz Sachsen unterwegs, treffen Roma und Sinti im Freistaat und sie in vielen Lebenslagen unterstützen. Ebenso waren wir im Rahmen des Proejktes auch als Vermittler zwischen Mehrheit und Minderheit aktiv und habeen uns bemüht Vorurteile und Stereotype zu bekämpfen und zwischen Menschen zu vermitteln. Danke an alle die uns bisher bei diesen beiden großen Projekten  unterstützt haben..



In 2018 wurden wir außerem mit dem SÄCHSICHEN PREI FÜR DEMOKRATIE ausgezeichnet. Darauf sind wir sehr stolz und danken allen, die uns dabei unterstützt haben.



Er ist zwar schon ein paar Jahre alt aber immer noch sehr authentisch:

Unser erster Film:

Unser Film ist fertig. In "Romnao Sumnal" geben wir - die Jugendgruppe von Romano Sumnal e.V. - einen Einblick in unsere Welt, unser Leben in Leipzig unsere Gedanken und Probleme. Schaut rein und sehr zu, was wir zu sagen haben!

"Romano Sumnal" ist eine Projekt von Romano Sumnal e.V. und RomaRespekt gemeinsam mit der Filmemacherin Leonore Kasper, gefördert durch Weiterdenken, Heinrich Böll Stiftung Sachsen.




Dikh he na Bister (GUCK und Vergiss nicht)

Am 2. August 1944, ermordeten die Nazis in den Gaskammern von Auschwitz-Birkenau 3.000 Roma und Sinti Männer, Frauen und Kinder.


Gedenkreise nach Auschwitzgemeinsam mit der Delegation des Zentralrats deutscher Sinti und Roma01.08. bis 05.08.2016

Gedenkreise nach Auschwitz

gemeinsam mit der Delegation des Zentralrats deutscher Sinti und Roma

01.08. bis 05.08.2016

Auschwitz war die Hölle – doch das was danach kam hat mich mein Leben lang traumatisiert“ Peter Höllenreiner – Auschwitzüberlebender

 

 

Der 02. August ist ein trauriger Tag in der Geschichte der Roma und Sinti Europas. An diesem Tag wurde 1944 das „Zigeunerlager“ in Auschwitz aufgelöst, die noch arbeitsfähigen Menschen wurden in andere Lager weiter verschleppt. Alle verbliebenen wurden in der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 ermordet. Es waren 2897 Männer, Frauen und Kinder.

 

Durch einen Erlass Himmlers wurden im Jahr 1943 das „Zigeunerlager Auschwitz“ errichtet. In den darauffolgenden zweieinhalb Jahren wurden insgesamt wurden 20.943 Roma und Sinti dorthin deportiert. Mehr als die Hälfte der Häftlinge starben im Lager an Mangelernährung, Krankheiten, durch die Folgen medizinischer Experimente oder wurden erschossen und vergast. Im „Zigeunerlager Auschwitz“ wurden 371 Kinder geboren, von denen keines überlebte. Bei einem großen Teil der Häftlinge ließen sich später die einliefernden Polizeidienststellen und deren „Dienststellen für Zigeunerfragen“ identifizieren, auch Leipzig ist in dieser Liste der Deutschen Städte zu finden. Unterstützung erhielt die Leipziger Polizei bei diesem Verbrechen damals vor allem vom Ethnologischen Institut der Universität Leipzig.

 

Nach Schätzungen wurden in Deutschland und im nationalsozialistisch besetzten Europa 500.000 Roma und Sinti ermordet. Der 02.August gilt als Gedenktag an den Genozid an den Roma und Sinti und wird in Polen seit einigen Jahren als staatlicher Feiertag begangen. Leider haben sich bisher weder Deutschland noch andere EU-Staaten dieser Tradition angeschlossen. Der Genozid an den Sinti und Roma bleibt nach wie vor ein tabuisiertes trauriges Thema.

 

Seit mehreren Jahren treffen sich Sinti und Roma aus ganz Europa an diesem Tag in Auschwitz und gedenken gemeinsam ihren Opfern. Aus Polen, Ungarn, Österreich, Frankreich und Deutschland reisten auch in diesem Jahr wieder Überlebende und deren Angehörige an und gedachten gemeinsam mit polnischen Regierungsvertretern und Vertretern aus Ungarn, Österreich und Deutschland - wie z.B. der Nordrhein Westfälischen (Ministerin für Schule und Weiterbildung Bündnis 90 / Die Grünen) Sylvia Löhrmann - den Opfern. Erstmals waren in diesem Jahr auch Vertreter des sächsischen Romavereins Romano Sumnal e.V. zu dieser Reise eingeladen. Was mir als Mitglied von Romano Sumnal e.V. zum ersten Mal ermöglichte Roma und Sinti zu treffen, die die Hölle Auschwitz überleben konnten.

 

Unsere Reise dauerte fünf Tage. Höhepunkt bildete die offizielle Gedenkveranstaltung am 02.08. an den Baracken des ehemaligen „Zigeunerlagers“ in Auschwitz Birkenau. Sinti- und Romavertreter aus Ungarn, Österreich, Frankreich und Deutschland sprachen hier und appellierten an die heutige Gesellschaft aus den alten Vergehen zu lernen und diese nicht zu wiederholen. Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats der deutschen Sinti und Roma sagte in seiner Rede: Heute müssen wir miterleben, wie nationalistische und populistische Bewegungen die Spaltung Europas immer weiter vorantreiben. Für uns Sinti und Roma bergen diese sich verschärfenden gesellschaftlichen Konflikte eine große Gefahr. Denn antidemokratische Strömungen brauchen Feindbilder, um die Ängste von Menschen für ihre politischen Zwecke auszubeuten. Dabei fällt Minderheiten stets die Rolle des Sündenbocks zu.“

 

Die Gedenkveranstaltungen wurden ebenfalls von 350 jugendlichen Roma und Sinti aus ganz Europa besucht. Die sich in diesem Rahmen zu einer Jugendbegenung des europäischen Roma-Jugend-Netwerkes TERNYPE unter dem Motto „Dik he na bister – Look and don't forget“ in Auschwitz trafen. Ein besonderer Höhepunkt dieser Jugendbildungsfahrt waren die Begegnungen mit Zeitzeugen, wie zum Beispiel dem Auschwitzüberlebenden Peter Höllenreiner, der nach mehr als 70 Jahren zum ersten mal wieder an diesen schrecklichen Ort zurück kam und den jungen Roma und Nicht- Roma vor allem eines mitgeben wollte: „Egal woher ein Mensch kommt und wer er ist, man muss allen Menschen gleich gegenübertreten und darf niemanden dafür unterdrücken, dass er anders ist als man selbst“. Höllenreiner, der im Alter von drei bis sechs Jahren im KZ leben musste und gemeinsamen mit seinen Geschwistern zu den Kindern gehörte, die vom Lagerarzt Mengele zu grausamen medizinischen Versuchen missbraucht wurden, erzählte aber vor allem eines: Die Zeit in Auschwitz sei schlimm gewesen, noch viel stärker habe ihn aber die Diskriminierung und Unterdrückung traumatisiert, die er während seiner Kindheit und Jugend nach dem Krieg in München erleben musste. Diese sei bis heute existent und Höllenreiner gab den jugendlichen Roma und Sinti mit auf den Weg stark zu sein und ihre Zugehörigkeit und Kultur nicht zu verstecken.

 

Auch aus Sachsen waren Vertreter des Roma Vereins Romano Sumnal e.V. zur Gedenkreise und zur Jugendbegenungsfahrt eingeladen. Leider konnten die jungen Mitglieder des Vereins nicht an der Fahrt teilnehmen. Drei von Ihnen leben mit einer Duldung in Deutschland, ihnen wurde die Ausreise nach Polen nicht gestattet. Trotz wochenlanger Bemühungen des Zentralrats der deutschen Sinti und Roma, des Dokumentationszentrums und des sächsischen Vereins Romano Sumnal und trotz vieler prominenter Unterstützer aus Politik, Kirche und Gesellschaft in Sachsen konnte die Leipziger Ausländerbehörde nicht umgestimmt werden: Was jungen Roma in anderen deutschen Städten ermöglicht wurde, blieb in Leipzig unmöglich. Nach Aussage der Ausländerbehörde wäre eine Auslandsreise im Rahmen einer Klassenfahrt nach Auschwitz möglich gewesen, eine Reise nach Auschwitz für Angehörige einer Opfer-Gruppe zum Gedenken an ihre Opfer im Nationalsozialismus blieb unmöglich. Diese Ablehnung machte die Jugendlichen so betroffen, dass alle beschlossen sich solidarisch zu erklären und in Leipzig zu bleiben. Dieses Ereignis hat wieder einmal mehr gezeigt wie viel Aufarbeitung in Deutschland noch fehlt und das der Genozid an den Roma und Sinti noch lange nicht in allen Köpfen präsent ist.

 

 

Unsere Gedenkreise endete am Donnerstagabend den 04.08.2016 mit einer festlichen Bootsfahrt auf der Weichsel, bei der es an Musik, Tanz und guter Laune nicht fehlte. Auf die Frage einer Mitreisenden, warum wir nach solch traurigen Erlebnissen und Erinnerungen mit einem Fest abschließen würden, antwortete Herr Rose, Vorsitzender des Zentralrats: „Wir feiern am Ende dieser Woche jedes Jahr das wir überlebt haben und weiter überleben werden!“


 

Neu:

 OFFENER BRIEF

AN DEN OBERBRÜRGERMEISTER DER STADT LEIPZIG

 

        Leipzig, den 28.,07.2016

 

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Jung,

 

der 02. August ist ein trauriger Tag in der Geschichte der Sinti und Roma Europas. An diesem Tag wurde 1944 das „Zigeunerlager“ in Auschwitz aufgelöst, die noch arbeitsfähigen Sinti und Roma wurden in andere Lager weiterverschleppt. Alle verbliebenen Sinti und Roma wurden danach, in der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 ermordet. Es waren 2897 Männer, Frauen und Kinder. Nach Schätzungen wurden im nationalsozialistisch besetzten Europa 500.000 Sinti und Roma ermordet.

Seit mehreren Jahren treffen sich Sinti und Roma aus ganz Europa an diesem Tag in Auschwitz und gedenken gemeinsam ihren Opfern.

 

Zusammen mit dem internationalen Roma Jugendnetzwerk TERNYPE organisiert das Dokumentations- und Kulturzentrum deutscher Sinti und Roma in diesem Jahr in Krakau unter dem Titel „Dikh he na Bister” („Look and don’t forget“) eine Veranstaltung mit über 350 jungen Roma und Nicht-Roma aus ganz Europa, die auch an dem Gedenkakt am 2. August teilnehmen werden. Zu diesem Treffen wurden auch fünf leipziger Roma eingeladen. Leider leben drei dieser Jugendlichen mit einer Duldung in Leipzig, eine Reise ins europäische Ausland ist für sie nicht möglich. Es sei denn, die zuständigen Ausländerbehörde entscheidet sich Ihnen für den Ausnahmefall eine Reisegenehmigung zu erteilen. Letztere konnte trotz unserer wochenlangen Bemühungen bisher leider keine Möglichkeit finden, den Jugendlichen diese Reise zu ermöglichen. Die Teilnahme an einer Klassenfahrt, so heißt es wäre gesetzlich möglich, die Gedenkreise nach Auschwitz leider nicht, da es keine schulische Fahrt sei. Andere Städte in Deutschland sahen den Stellenwert dieser Fahrt nach Auschwitz so hoch, dass Sie Wege finden konnten, ihren Jugendlichen die Reise zu ermöglichen.

 

Leider werden die Opfer der Sinti und Roma im Nationalsozialismus immer noch nicht stark genug in der Öffentlichkeit thematisiert. In Geschichtsbüchern und im Schulunterricht findet man nur wenig dazu. In der Gesellschaft ist auch nur wenig bekannt über den Völkermord an den Sinti und Roma. Statt dessen sind Stereotype, Vorurteile und Stigmatisierungen den Sinti und Roma gegenüber immer noch weit verbreitet. Veranstaltungen, wie die Veranstaltung in Auschwitz dieses Jahr, helfen jungen Roma in Deutschland und Europa ihr Selbstbewusstsein zu stärken, für sich zu kämpfen und tragen zum Empowerment bei. Lassen Sie Leipzig nicht die Stadt in Deutschland sein, die Ihren jungen Roma dies verwehrt. Wir möchten Sie daher öffentlich darum Bitten, unser Anliegen zu unterstützen und auch den Leipziger Roma die Teilnahme an dieser so wichtigen Gedenkfahrt zu ermöglichen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Gjulner Sejdi

1. Vorsitzender

Romano Sumnal - Verein für Roma-Kulturvermittlung und
politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Romaaktivismus e.V.

 

BfDT-Botschafter für Demokratie und Toleranz 2016

 

 

Sächsischer Flüchtlingsrat e.V.

 

Initiative „Geschichte vermitteln“

 

Christian Wolff, Pfarrer i.R.

 

Monika Lazar

Mitglied des Deutschen Bundestags (Bündnis 90 / die Grünen)

 

Juliane Nagel

Mitglied des Sächsischen Landtags (die Linke)

 

Stephan Bosch

Leipziger Friedenspreisträger 2009

 

Petra Čagalj Sejdi

Mitglied des Leipziger Stadtrats (Bündnis 90 / Die Grünen)

 

Christin Melcher

Sprecherin Bündnis 90 / Die Grünen KV Leipzig

 

 

Michael_a Wermes, stellvertretende_r Vorsitzende_r von Die PARTEI
Sachsen und Blogger_in 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Romano Sumnal e.V.


 

Neu:

 

Leipziger Roma freuen sich über die Auszeichnung „Botschafter für Demokratie und Toleranz“

 

Wir freuen uns sehr darüber, dass unser Vorsitzender Gjulner Sejdi am 23.05. zum Botschafter für Demokratie und Toleranz des Bündnisses für Demokratie und Toleranz gegen Dextremismus und Gewalt ausgezeichnet wurde und danken allen, die unseren Verein und Herrn Sejdi in den vergangenen Jahren bei unserer Arbeit im Kampf gegen Antiromaismus und für eine Gleichberechtigung der Roma in Sachsen unterstützt haben.

 

Die Auszeichnung „Botschafter für Demokratie und Toleranz“ wurde am 23.05. in Berlin zum 15. Mal vergeben. Von 195 vorgeschlagenen engagierten Personen, Initiativen und Bürgerbündnissen konnten fünf Botschafter ausgezeichnet werden.

 

Gjulner Sejdi engagiert sich seit vielen Jahren für Roma in Leipzig, Sachsen und Deutschland. Er setzt sich für die Gleichberechtigung der Roma in Sachsen ein, kämpft für unsere gemeinsame Emanzipation kämpft gegen Antiromaismus.

Leider sind Vorurteile gegen Roma, Unterdrückung und Stereotypisierung immer noch in allen Schichten der Gesellschaft weit verbreitet und machen ein gleichberechtigtes Leben von Roma in Deutschland schwer möglich. Besonders aus diesem Grund sind Auszeichnungen wie „Botschafter für Demokratie und Toleranz“ eine wichtige Anerkennung, die unserem Verein Kraft gibt weiter zu arbeiten.

Vielen Dank an alle die uns bisher auf unserem Weg unterstützt haben.

https://www.youtube.com/watch?v=QnfFquyh4cs

 

 

Romano Sumnal e.V.

 

 

 

Wer wir sind

Wir sind ein Verein von Roma und Gadze (Nicht-Roma) in Sachen mit Hauptsitz in Leipzig.

 

 

Was wir leisten

Wir kümmern uns um die Vermittlung Romakultur in Sachsen, sind politisch aktiv und engagieren uns gegen Antiromaismus. Daneben bieten wir allen Roma in Sachsen Beratung und Hilfe an.

 

Kontakt

Romano Sumnal e.V.

Roma Infobüro

Ludwigsburger Str. 14

04209 Leipzig

 

romano-sumnal@web.de

www.facebook.com/romanosumnal/

 


Beratung und Information


Unsere Sprechstunden sind von Montag bis Freitag 10-14 Uhr